Kadov

Pfarrkirche des hl. Wenzel – Ursprünglich die Pfarrkirche des hl. Wenzel, bestehend aus einem viereckigen Presbyterium und einem Längsschiff. Sie war gemauert und mit Schindeln gedeckt. Das Innere der Kirche wurde durch mehrere kleine schmale Fenster beleuchtet. Im Innern befanden sich drei Altäre, geweiht dem hl. Wenzel, der Jungfrau Maria und dem hl. Johannes von Nepomuk. Im Glockenturm waren drei kleine Glocken untergebracht. Um die Kirche erstreckte sich ein Friedhof. Aufgrund des Alters und des schlechten Zustands ließ Jan František Kristian Graf Sweerts-Sporck, Herr von Lnáře, die Kirche abbrechen und auf eigene Kosten die heutige Barockkirche des hl. Wenzel mit drei Kuppeln und einem Turm errichten. In die Kuppel wurde am 12. Juni 1765 eine Gedenkschrift eingelegt, nach der an dem Bau arbeiteten: Kašpar Švankmajer – Maurermeister, Jiří Kaplan – Zimmerermeister und Jan Šole – Schmiedemeister. Die neue Kirche wurde feierlich am 29. September 1765 geweiht. Auf der Empore befinden sich Orgeln aus dem Jahr 1768. Weiterhin bemerkenswert sind das Kreuz auf dem Taufbecken und die Statue der Muttergottes von Lourdes. In der Sakristei befinden sich noch die Grabsteine des Jan Záborský von Brloha, der Ofka von Kladrubce und des Jan Čabuzský von Prostý. Die Grabsteine des Alex. Záborský von Brloha, seiner Gattin Kat. Záborská von Jilmanice und des ersten Kadover Pfarrers Mat. Rybička sind in die Ostwand der Sakristei eingemauert. Der Grabstein mit den Abbildungen zweier Kinder des Alb. Záborský ist beim nördlichen Eingang zum Friedhof eingemauert. Auf diesem Friedhof wurde um 1850 nicht mehr begraben. Im mit einer Uhr geschmückten Turm hängen drei Glocken. Zwei stammen aus dem Jahr 1760 und eine wurde 1840 umgegossen. Beim Haupteingang wurde 1899 ein Missionskreuz aufgestellt.

Pfarrhaus – Das Pfarrhaus findet man nordwestlich der Kirche hinter dem Schulgebäude. Das Pfarrgebäude wurde 1758 erbaut. Das älteste Taufbuch stammt aus dem Jahr 1660, das Gedenkbuch wurde 1761 angelegt.

Die alte Feste – Die alte Feste war ursprünglich ein hölzerner Herrensitz, der von einem Graben umgeben war. Der erste Herr war Racek von Žihobce, der 1362 Kirchenpatron war. Die ehemalige Feste wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in einen Getreidespeicher umgebaut. Der Nordflügel wurde erhöht und ebenfalls in einen Getreidespeicher umgewandelt. Im Westflügel sind beide Renaissancegiebel mit Erker und drei große Keller erhalten. Um 1661 gab es bei der Feste auch eine Brauerei, in der der Brauer Martin Sosna Bier braute. Zur Feste gehörte auch ein Garten, der für seltene Blumen- und Baumarten bekannt war. Die Gräben waren mit seltenen Lindenarten bepflanzt, deren Blätter priesterlichen Birettkappen ähnelten. Sie wurden 1749 gefällt.

Kapelle mit gräflicher Gruft – Früher führte eine schöne Allee zur Kapelle der Auffindung des hl. Kreuzes. Die Kapelle wurde im einfachen gotischen Stil erbaut, der Grundriss hat die Form eines Kreuzes. Den Grundstein legte am 25. April 1856 Graf Václav Linker von Lucemvík, Herr von Lnáře. Der Bau wurde jedoch erst 1863 fertiggestellt und geweiht. In der Kapelle wurden mehrmals im Jahr Stiftungsmessen gehalten. Rund um die Kapelle wurden Linden gepflanzt und hier wurde auch ein Friedhof angelegt. Der Friedhof wurde bereits ab 1680 genutzt. 1887 wurde auf dem Friedhof ein Leichenhaus (Leichenhalle) errichtet. In der Mitte des Friedhofs steht ein eisernes Kreuz.

Kadover Wackelstein – Der Wackelstein befindet sich in einem kleinen Wäldchen gegenüber dem Gemeindeamt in Kadov. Es ist ein großer Granitstein, der mit seinem Schwerpunkt auf einem hervorstehenden Felsblock ruht. Mit diesem Stein ließ sich früher sehr leicht wackeln. Die Entstehung des Steins wird durch allmähliche Verwitterung des Gesteins erklärt. Einige Archäologen sehen in dem Stein eine Opferstätte der alten heidnischen Götter. Die Höhe des Steins beträgt 1,5 m, sein Gewicht liegt bei ca. 30 Tonnen und der Umfang misst 11 m. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Wackelstein gewaltsam heruntergeworfen und lag bis 1983 auf dem Boden. In diesem Jahr setzte ein Team von Enthusiasten unter der Leitung von Ing. Pavel Pavel den Wackelstein wieder auf sein ursprüngliches Lager. Der Stein verblieb vier Jahre an diesem Ort und wurde dann erneut heruntergeworfen. 1987 wurde er erneut an den richtigen Ort gebracht und mit Keilen gesichert, die eine Bewegung und damit Verletzungen verhindern, die beim erneuten Fallen entstehen könnten. Der Wackelstein wurde zum geschützten Naturgebilde erklärt.

Riesige Schüsseln in Granitsteinen – Eine weitere bekannte Granitformation ist ein riesiger Granitstein mit mehreren schüsselförmigen Vertiefungen, der sich auf dem Hügel Vysoký befindet, der zwischen Kadov und Málkov östlich der Straße liegt. Von diesem Stein wird erzählt, dass auf ihm der hl. Adalbert die Lehre Christi in unserer Gegend verkündete und erschöpft einschlief. Weitere Steine, die ebenfalls für ihre schüsselförmigen Vertiefungen bekannt sind, befinden sich auf dem Hügel Hora, der hinter Kadov in Richtung Vrbno südlich der Straße liegt. Der Hora mit dem höchsten geodätischen Punkt bot früher einen herrlichen Ausblick über die Umgebung. Heute ist dieser Ort mit hohem Baumbestand bewachsen.


Lage der Gemeinde: Karte
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Weitere Informationen: www.kadov.net

Zuletzt aktualisiert: 27. 06. 2026